Erster Workshop, Hermoupoli, 2. bis 3. September 2026

Der Workshop Frauen als Gastarbeiterinnen in Deutschland untersucht die Geschlechterdimensionen der Arbeitsmigration in der Nachkriegszeit in die Bundesrepublik Deutschland mit besonderem Schwerpunkt auf den Erfahrungen, der Handlungsfähigkeit (Agency) und der Repräsentation von Frauen. Unter Einbindung von Wissenschaftler:innen aus ganz Europa beleuchtet das Programm geschlechterspezifische Aspekte der westdeutschen Migrationspolitik, die Verhandlung von Männlichkeit und Weiblichkeit innerhalb der Gastarbeiter-Gemeinschaften sowie die Rolle von Wohlfahrtsorganisationen und Kirchen bei der Gestaltung des Lebens von Migrantinnen. Durch interdisziplinäre Ansätze aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, visueller Kultur und Medienwissenschaften befassen sich die Beiträge mit der beruflichen Mobilität von Frauen, Beschäftigungsmustern, Familienverhältnissen und politischer Partizipation — von Griechinnen, die in städtische und ländliche Gebiete Westdeutschlands migrierten, bis hin zu vergleichenden Perspektiven aus dem sozialistischen Jugoslawien. Durch die erneute Auseinandersetzung mit Archiv-, Bild- und Pressematerialien zielt der Workshop darauf ab, die Stimmen und Subjektivitäten von Frauen in einer Migrationsgeschichte, die allzu oft durch einen männlichen Blick erzählt wurde, wieder ins Zentrum zu rücken.

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